Die Frage nach den Kosten einer Website für Handwerker bekommen wir in fast jedem ersten Gespräch, meist in der Form: „Was kostet so was ungefähr, und warum sagt das keiner?“ Die ehrliche Antwort hat zwei Teile. Erstens: Die Spanne am Markt ist riesig, von 0 € für einen Baukasten bis weit über 5.000 € bei einer klassischen Agentur. Zweitens: Der Preis sagt wenig darüber aus, ob die Seite Aufträge bringt. In diesem Ratgeber erklären wir, woraus sich der Preis zusammensetzt, welche Spannen wir aus unserer Arbeit kennen und woran Sie ein Angebot erkennen, das zu Ihrem Betrieb passt.
Die drei Wege und ihre Kosten
Baukasten selbst bauen. Anbieter werben mit „kostenlos“ oder wenigen Euro im Monat. Dazu kommen Domain, der Tarif ohne Werbung und vor allem Ihre Zeit: Wer noch nie eine Seite gebaut hat, sitzt nach unserer Erfahrung 40 bis 80 Stunden daran, inklusive Texten, Bildersuche und Rechtstexten. Rechnen Sie Ihre Stunde als Meister ehrlich ab, ist der Baukasten die teuerste Variante.
Freelancer oder kleine Agentur. Hier liegen die Preise in der Regel zwischen 700 und 2.500 € für eine Seite mit fünf bis acht Unterseiten. Der Unterschied liegt im Umfang: Sind Texte dabei? Bilder? Google-Eintrag? Rechtstexte? Wer nur „Design“ anbietet und den Rest Ihnen überlässt, ist am Ende nicht günstiger.
Klassische Agentur. Ab 3.000 € aufwärts, oft 5.000 bis 10.000 €. Dafür gibt es Workshops, Strategie, individuelle Programmierung. Für einen Betrieb mit zehn Mitarbeitern, der gefunden und angerufen werden will, ist das selten nötig.
Was im Preis stecken muss, damit die Website Aufträge bringt
Eine Website für einen Handwerksbetrieb hat eine Aufgabe: Der Kunde sucht, findet Sie, versteht in zehn Sekunden, was Sie machen, und ruft an oder schreibt. Dafür braucht die Seite diese Bausteine, und jedes seriöse Angebot sollte sie ausweisen:
- Texte, die jemand für Sie schreibt. Der häufigste Grund, warum Projekte stocken: Der Betrieb soll Texte liefern und kommt nicht dazu. Fragen Sie, ob die Texte im Preis sind.
- Bilder. Eigene Fotos sind am besten. Wenn keine da sind, muss der Anbieter saubere Platzhalter oder eine Bildauswahl liefern, keine leeren Kästen.
- Handy-Ansicht. Die meisten Anfragen an Handwerker kommen vom Handy. Telefonnummer oben, Anfrageknopf sichtbar, kein Zoomen nötig.
- Google-Grundlagen. Seitentitel und Beschreibungen mit Ort und Gewerk, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, das zur Seite passt.
- Impressum und Datenschutz. Nicht als Fußnote, sondern korrekt auf Ihren Betrieb angepasst. Fehlende Angaben sind ein häufiger Abmahngrund.
- Einrichtung auf Ihrer Domain. Domain und Dateien müssen Ihnen gehören, nicht dem Anbieter.
Laufende Kosten: Hosting und Pflege
Nach dem Bau fallen monatliche Kosten an. Hosting und Domain kosten bei Standardanbietern wenige Euro im Monat. Pflegepakete liegen meist zwischen 30 und 150 € monatlich, je nachdem, was enthalten ist: Updates und Sicherungen, kleine Textänderungen, neue Seiten, Pflege des Google-Profils. Achten Sie auf zwei Dinge: Was passiert, wenn Sie kündigen, und wem gehört die Seite dann? Beides sollte im Vertrag stehen.
Woran Sie ein zu billiges Angebot erkennen
Ein Preis unter 500 € für eine „komplette“ Website ist nur möglich, wenn an Texten, Bildern oder Rechtstexten gespart wird oder die Seite aus einer Vorlage kommt, die hundert andere Betriebe auch haben. Fragen Sie konkret: Wer schreibt die Texte? Wer kümmert sich um Impressum und Datenschutz? Was kostet eine Änderung nach dem Livegang? Wenn die Antworten vage bleiben, wird es später teuer.
Woran Sie ein zu teures Angebot erkennen
Wenn das Angebot Begriffe wie „Markenstrategie“, „Corporate Identity Workshop“ oder „individuelles Content-Management-System“ enthält und Sie eigentlich nur wollen, dass Kunden Sie finden und anrufen, zahlen Sie für Dinge, die Sie nicht brauchen. Ein Dachdeckerbetrieb braucht keine Designsprache, er braucht eine Seite, die auf dem Handy in einer Sekunde lädt und die Nummer zeigt.
So rechnen wir bei SBQ-Media
Wir arbeiten mit einem Festpreis, weil Handwerker Festpreise verstehen und wir auch. Die Website kostet 750 €, einmalig, umsatzsteuerfrei nach § 19 UStG. Darin stecken alle Seiten, die der Betrieb braucht, inklusive Ortsseiten und Karriereseite, Texte und Bilder, Kontaktformular mit Rückruf, Google-Unternehmensprofil und die Einrichtung auf Ihrer Domain. Die Seite ist in 14 Tagen online, den ersten Entwurf sehen Sie nach fünf Tagen. Danach kostet die Pflege 49 oder 99 € im Monat, alle Details stehen auf der Preisseite. Was nicht enthalten ist, sagen wir vorher: Fotos vor Ort, Online-Shop, Buchungssystem, Übersetzungen, Google Ads.
Unsere Empfehlung
Rechnen Sie nicht nur den Preis, rechnen Sie den Nutzen. Eine Website, die im Jahr zwei zusätzliche Aufträge bringt, hat sich bei fast jedem Gewerk nach dem ersten Monat bezahlt. Eine Website, die niemand findet, ist auch für 0 € zu teuer. Wenn Sie wissen wollen, wo Ihre jetzige Seite steht, machen wir den kostenlosen Website-Check: Sie bekommen drei konkrete Punkte innerhalb von 24 Stunden, ohne Verpflichtung. Oder Sie fragen direkt ein Angebot an.