Wenn jemand „Dachdecker“ und den Ortsnamen in Google eintippt, erscheinen über den normalen Treffern drei Betriebe mit Karte, Bewertungen und Anrufknopf. Diese drei Plätze kommen nicht von der Website, sondern vom Google-Unternehmensprofil. Deshalb ist das Google-Unternehmensprofil für Handwerker der schnellste Hebel, um gefunden zu werden, und es kostet nichts außer einer halben Stunde. In dieser Anleitung richten Sie das Unternehmensprofil Schritt für Schritt ein, so wie wir es für unsere Kunden machen.
Vorher: Das brauchen Sie
- Ein Google-Konto, am besten mit der Firmen-E-Mail-Adresse, nicht mit einem privaten Konto, das später jemand anderem gehört.
- Die genauen Firmendaten: Name wie im Impressum, Anschrift, Telefonnummer, Website-Adresse, Öffnungszeiten.
- Fünf bis zehn Fotos: Fahrzeug, Team, Baustelle, fertige Arbeiten, Eingang des Betriebs.
Schritt 1: Profil anlegen oder übernehmen
Gehen Sie auf google.com/business und melden Sie sich an. Geben Sie den Namen des Betriebs ein. Oft existiert schon ein Eintrag, den Google automatisch aus Branchenbüchern erzeugt hat. Dann wählen Sie „Inhaber dieses Unternehmens“ und übernehmen ihn, statt einen zweiten anzulegen. Doppelte Einträge schaden der Sichtbarkeit.
Schritt 2: Kategorie richtig wählen
Die Hauptkategorie ist die wichtigste Einstellung überhaupt. Wählen Sie die genaue Bezeichnung Ihres Gewerks, etwa „Dachdecker“, „Elektriker“, „Garten- und Landschaftsbauer“ oder „Gebäudereinigung“, nicht „Handwerker“ oder „Bauunternehmen“. Zusätzliche Kategorien ergänzen Sie für Nebenleistungen, zum Beispiel „Solaranlagenanbieter“ beim Dachdecker. Google zeigt Ihr Profil nur für Suchen, die zu den Kategorien passen.
Schritt 3: Adresse oder Einzugsgebiet
Haben Sie Geschäftsräume, die Kunden besuchen, geben Sie die Adresse an. Arbeiten Sie nur beim Kunden vor Ort, wählen Sie „Ich biete Dienstleistungen bei Kunden an“ und tragen die Orte ein, in denen Sie arbeiten. Dann wird Ihre Hausadresse nicht öffentlich angezeigt, aber Sie erscheinen in den genannten Orten. Tragen Sie die Orte ein, aus denen Ihre Aufträge wirklich kommen, nicht das halbe Bundesland.
Schritt 4: Bestätigen
Google muss prüfen, dass es den Betrieb gibt. Je nach Fall per Postkarte mit Code, per Telefon, per E-Mail oder per kurzem Video, in dem Sie Fahrzeug, Werkzeug und Firmenschild zeigen. Die Videobestätigung ist inzwischen der häufigste Weg; nehmen Sie das Video bei Tageslicht auf und zeigen Sie den Firmennamen gut lesbar. Bis zur Freischaltung dauert es meist wenige Tage.
Schritt 5: Profil vollständig ausfüllen
- Öffnungszeiten, inklusive Feiertagsregelung. Ein Profil mit „Öffnungszeiten unbekannt“ wirkt verlassen.
- Telefonnummer genau so wie auf der Website. Unterschiedliche Schreibweisen verwirren Google.
- Website mit vollständiger Adresse inklusive https.
- Beschreibung: zwei bis vier Sätze, was Sie machen, für wen, wo. Nennen Sie Gewerk und Orte, aber schreiben Sie für Menschen, nicht für Google.
- Leistungen: Legen Sie jede Hauptleistung einzeln an, zum Beispiel Dachsanierung, Flachdach, Dachfenster, Solar. Jede Leistung bekommt zwei Sätze.
- Fotos: Logo, Titelbild und mindestens fünf echte Fotos. Profile mit Fotos bekommen deutlich mehr Anfragen als Profile ohne; Handyfotos reichen, wenn sie scharf und hell sind.
- Attribute wie „Inhabergeführt“ oder „Kostenvoranschlag online“ füllen Sie aus, wo sie zutreffen.
Schritt 6: Bewertungen sammeln
Bewertungen entscheiden über den Platz in den drei Karteneinträgen und darüber, wen der Kunde anruft. Fragen Sie nach jeder abgeschlossenen Arbeit, am besten direkt bei der Abnahme, und schicken Sie den Link zur Bewertung per WhatsApp oder SMS. Den Link finden Sie im Profil unter „Weitere Rezensionen erhalten“. Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die guten, mit einem Satz. Gefälschte oder gekaufte Bewertungen sind nicht nur unzulässig, Google erkennt sie oft und sperrt im schlimmsten Fall das Profil.
Schritt 7: Dranbleiben
Ein Profil lebt. Laden Sie einmal im Monat ein neues Foto hoch, tragen Sie Urlaubszeiten ein, nutzen Sie „Beiträge“ für Aktuelles wie „Jetzt Termine für Solar im Frühjahr“. Prüfen Sie Vorschläge von Nutzern, die Google Ihnen anzeigt, sonst ändert Google Öffnungszeiten oder Kategorien ungefragt.
Profil und Website gehören zusammen
Google gleicht die Angaben im Profil mit Ihrer Website ab: Name, Adresse, Telefonnummer, Leistungen. Passen beide zusammen, steigt das Vertrauen und damit die Platzierung. Deshalb richten wir bei jeder Website von SBQ-Media das Google-Unternehmensprofil mit ein oder räumen ein bestehendes auf, im Festpreis von 750 € enthalten. Wenn Sie wissen wollen, wie Ihr Betrieb heute bei Google dasteht, machen wir den kostenlosen Website-Check, der schaut auch aufs Unternehmensprofil. Oder Sie fragen direkt ein Angebot an.